Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Dezem­ber 2017 — VI ZR 611/16, ver­öf­fent­licht am 29.12.2017

a) Dem Anspruch des Geschä­dig­ten auf Ersatz vor­ge­richt­li­cher Rechts­an­walts­kos­ten ist im Ver­hält­nis zum Schä­di­ger grund­sätz­lich der Gegen­stands­wert zugrun­de zu legen, der der berech­tig­ten Scha­dens­er­satz­for­de­rung ent­spricht.

b) Ver­langt der Geschä­dig­te vom Schä­di­ger im Rah­men sei­ner ihm durch § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB ein­ge­räum­ten Erset­zungs­be­fug­nis den Wie­der­be­schaf­fungs­auf­wand (Wie­der­be­schaf­fungs­wert abzüg­lich Rest­wert) für ein beschä­dig­tes Fahr­zeug, dann rich­tet sich der für den Anspruch auf Ersatz vor­ge­richt­li­cher Rechts­an­walts­kos­ten maß­geb­li­che Gegen­stands­wert nach dem Wie­der­be­schaf­fungs­auf­wand und nicht nach dem unge­kürz­ten Wie­der­be­schaf­fungs­wert (Bestä­ti­gung Senats­ur­teil vom 18. Juli 2017 — VI ZR 465/16, VersR 2017, 1282).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=80513&pos=6&anz=558