(Kiel) Der Bun­des­ge­richts­hof hat soeben eine Ent­schei­dung über  den Scha­dens­er­satz nach einem Ver­kehrs­un­fall und hier zu der Quo­telung von Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten getrof­fen.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Prä­si­dent des VdVKA — Ver­band deut­scher Ver­kehrs­rechts­An­wäl­te e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) vom 7.02.2012 zu sei­nen Urtei­len vom sel­ben Tage, Az.: VI ZR 133/11 und VI ZR 249/11.

Wird ein Fahr­zeug bei einem Ver­kehrs­un­fall beschä­digt, hat der Schä­di­ger, soweit zur Gel­tend­ma­chung des Scha­dens­er­satz­an­spruchs eine Begut­ach­tung des beschä­dig­ten Fahr­zeugs durch einen Sach­ver­stän­di­gen erfor­der­lich und zweck­mä­ßig ist, grund­sätz­lich auch die dadurch ent­ste­hen­den Kos­ten zu erset­zen. Trifft den geschä­dig­ten Fahr­zeug­hal­ter an dem Unfall ein Mit­ver­schul­den, ist sein Ersatz­an­spruch gege­be­nen­falls auf eine Haf­tungs­quo­te begrenzt. In die­sem Fall stellt sich die Fra­ge, ob auch die Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten wie die übri­gen Scha­dens­po­si­tio­nen des Geschä­dig­ten zu quo­teln sind oder ob der Geschä­dig­te die Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten trotz sei­nes Mit­ver­schul­dens in vol­ler Höhe bean­spru­chen kann. Die­se Fra­ge ist in der Recht­spre­chung in jüngs­ter Zeit unter­schied­lich beur­teilt wor­den. Wäh­rend nach Auf­fas­sung u. a. des OLG Frank­furt a. M. der Anspruch auf Ersatz der Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten nicht ent­spre­chend der Ver­ur­sa­chungs­quo­te zu kür­zen sein soll, hat das OLG Cel­le — eben­so wie meh­re­re ande­re Gerich­te — gegen­tei­lig ent­schie­den.

Der für das Scha­dens­er­satz­recht zustän­di­ge VI. Zivil­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat nun­mehr klar­ge­stellt, so. Klar­mann, dass die Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten eben­so wie die übri­gen Scha­dens­po­si­tio­nen des Geschä­dig­ten nur im Umfang der Haf­tungs­quo­te zu erset­zen sind.

Klar­mann emp­fahl, dies zu beach­ten und in ähn­li­chen Fäl­len ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf den VdVKA — Ver­band deut­scher Ver­kehrs­rechts­an­wäl­te e. V. — www.vdvka.de — ver­wies.
 

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Jens Klar­mann
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