(Kiel) Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) hat am 14.10.2009 ein Urteil der 13. Zivil­kam­mer des Land­ge­richts Han­no­ver zu Garan­tie­be­din­gun­gen für Gebraucht­wa­gen bestä­tigt. Danach ist es unwirk­sam, wenn die Gebraucht­wa­gen­ga­ran­tie eines Auto­ver­käu­fers die Bedin­gung ent­hält, dass das gekauf­te Fahr­zeug in der Werk­statt des Ver­käu­fers gewar­tet wer­den muss.

Der BGH, so der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Prä­si­dent des VdVKA — Ver­band deut­scher Ver­kehrsrechs­an­wäl­te e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf das Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) vom 14. Okto­ber 2009 — Az.: VIII ZR 354/08, hat sich die­ser Argu­men­ta­ti­on ange­schlos­sen.

Die 13. Zivil­kam­mer des Land­ge­richts Han­no­ver hat­te über die Klau­sel in einer Gebraucht­wa­gen­ga­ran­tie zu ent­schei­den, wonach das gekauf­te Fahr­zeug in der Werk­statt des Ver­käu­fers gewar­tet wer­den muss­te oder aus­schließ­lich nach vor­he­ri­ger Geneh­mi­gung des Ver­käu­fers in einer ande­ren Werk­statt. Das Land­ge­richt sah eine sol­che Klau­sel als unwirk­sam an, weil sie den Gebraucht­wa­gen­käu­fer unan­ge­mes­sen benach­tei­li­ge. Der Käu­fer kön­ne die Garan­tie auch dann in Anspruch neh­men, wenn das Fahr­zeug nicht in der Werk­statt des Ver­käu­fers gewar­tet wor­den sei. Der Bun­des­ge­richts­hof bestä­tig­te die­se Argu­men­ta­ti­on. Es sei dem Käufer/Garantienehmer in vie­len Fäl­len nicht zumut­bar, das gekauf­te Fahr­zeug in der Werk­statt des Ver­käu­fers war­ten zu las­sen. Dem tra­ge die Klau­sel nicht ange­mes­sen Rech­nung, weil für eine vor­he­ri­ge Geneh­mi­gung des Ver­käu­fers für die Inspek­ti­on in einer ande­ren Werk­statt kein berech­tig­tes Bedürf­nis auf Sei­ten des Verkäufers/Garantiegebers ersicht­lich sei.

Klar­mann emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf den VdVKA — Ver­band deut­scher Ver­kehrs­rechts­an­wäl­te e. V. — www.vdvka.de — ver­wies.

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Jens Klar­mann
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Fach­an­walt für Arbeits­recht
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