StVZO § 19 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2

Die Betriebs­er­laub­nis für ein Fahr­zeug erlischt im Fal­le nach­träg­li­cher Ver­än­de­run­gen (hier: Mon­ta­ge nicht zuge­las­se­ner Fel­gen) nur dann, wenn die­se mit einem gewis­sen Grad an Wahr­schein­lich­keit eine Gefähr­dung für ande­re Ver­kehrs­teil­neh­mer ver­ur­sa­chen. Dabei haben Behör­den und Gerich­te für jeden kon­kre­ten Ein­zel­fall zu ermit­teln, ob die betref­fen­de Ver­än­de­rung eine Gefähr­dung von Ver­kehrs­teil­neh­mern nicht nur für mög­lich erschei­nen, son­dern erwar­ten lässt.

BGB § 437 Nr. 2, § 326 Abs. 5

Die Set­zung einer Frist zur Nach­er­fül­lung ist nach § 326 Abs. 5 BGB nur dann ent­behr­lich, wenn bei­de Vari­an­ten der Nach­er­fül­lung unmög­lich sind (im Anschluss an Senats­ur­tei­le vom 7. Juni 2006 ‑VIII ZR 209/05, BGHZ 168, 64 Rn.17; vom 10.Oktober 2007 ‑VIII ZR 330/06, NJW2008, 53 Rn. 23).

BGB § 437 Nr. 2, § 323 Abs. 5 Satz 2; StVZO § 19 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2, Abs. 5

Ob ein in der Vor­nah­me einer nicht geneh­mig­ten nach­träg­li­chen Ver­än­de­rung an einem Fahr­zeug lie­gen­der Sach­man­gel als gering­fü­gig ein­zu­stu­fen und damit als uner­heb­li­che Pflicht­ver­let­zung im Sin­ne des § 323 Abs. 5 Satz 2 BGB zu wer­ten ist, kann ange­sichts der in §19 Abs.2, 5 StVZO ange­ord­ne­ten Rechts­fol­gen nicht los­ge­löst von den Vor­aus­set­zun­gen des §19 Abs.2 Satz2 Nr.2 StVZO beur­teilt wer­den

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