a) Im Fall der Ver­let­zung eines Tie­res ist § 251 Abs. 2 Satz 2 BGB dahin aus­zu­le­gen, dass die aus der Heil­be­hand­lung des Tie­res ent­stan­de­nen Auf­wen­dun­gen nicht bereits dann unver­hält­nis­mä­ßig sind, wenn sie des­sen Wert erheb­lich über­stei­gen.

b) Zur Ermitt­lung der noch ver­hält­nis­mä­ßi­gen Heil­be­hand­lungs­kos­ten bedarf es stets einer wer­ten­den Gesamt­be­trach­tung aller Umstän­de des kon­kre­ten Ein­zel­falls sei­tens des Tatrich­ters. Dabei kann auch das indi­vi­du­el­le Ver­hält­nis zwi­schen dem Geschä­dig­ten und dem ver­letz­ten Tier von Bedeu­tung sein.

c) Im Fall der Ver­let­zung eines Tie­res kann der Schä­di­ger den Geschä­dig­ten bei unver­hält­nis­mä­ßig hohen Heil­be­hand­lungs­kos­ten nicht gemäß § 251 Abs. 2 Satz 1 BGB auf Wert­er­satz in Geld ver­wei­sen; der Schä­di­ger schul­det dem Geschä­dig­ten viel­mehr — in Aus­nah­me von die­ser Vor­schrift -Ersatz der noch als ver­hält­nis­mä­ßig zu erach­ten­den Tier­be­hand­lungs­kos­ten.

Infor­ma­tio­nen: