1. Bei Ein­nah­me von Arz­nei­mit­teln, die Betäu­bungs­mit­tel im Sin­ne der Anla­ge III zum Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz ent­hal­ten, kann die feh­len­de Fahr­eig­nung nicht schon aus Nr. 9.1 der Anla­ge 4 (ein- oder…

mehr­ma­li­ge Ein­nah­me von Betäu­bungs­mit­teln) her­ge­lei­tet wer­den, weil inso­weit die in Num­mern 9.4 und 9.6.2 der Anla­ge 4 zur Fahr­erlaub­nis-Ver­ord­nung defi­nier­ten Eig­nungs­män­gel spe­zi­el­le­re Anfor­de­run­gen normieren.2. Bei ärzt­lich ver­ord­ne­ter The­ra­pie mit Opi­aten ist eine ein­zel­fall­ori­en­tier­te Beur­tei­lung unter Wür­di­gung der indi­vi­du­el­len Aspek­te erfor­der­lich, die sowohl aus ver­kehrs­me­di­zi­ni­scher Sicht die Erkran­kung, ihre Sym­pto­me und die medi­ka­men­ten­spe­zi­fi­schen Aus­wir­kun­gen bewer­tet als auch aus ver­kehrs­psy­cho­lo­gi­scher Sicht die indi­vi­du­el­le Leis­tungs­fä­hig­keit, die Com­pli­an­ce des Pati­en­ten bezüg­lich der The­ra­pie, die Fähig­keit zur Risi­ko­ein­schät­zung und die Fähig­keit zur Kom­pen­sa­ti­on von ggf. fest­ge­stell­ten Leis­tungs­ein­schrän­kun­gen, aber auch die Gefahr der miss­bräuch­li­chen Ein­nah­me über­prüft.

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