Die Klä­ge­rin wen­det sich gegen den Bescheid des Beklag­ten vom 28. Sep­tem­ber 2009 in der Gestalt des Wider­spruchs­be­schei­des vom 18. Dezem­ber 2009, durch wel­chen ihr auf­er­legt wur­de, für die…

(vdvka)  Die Klä­ge­rin wen­det sich gegen den Bescheid des Beklag­ten vom 28. Sep­tem­ber 2009 in der Gestalt des Wider­spruchs­be­schei­des vom 18. Dezem­ber 2009, durch wel­chen ihr auf­er­legt wur­de, für die Dau­er eines Jah­res ein Fahr­ten­buch zu füh­ren. Mit einem Fahr­zeug, das zur Tat­zeit auf die Klä­ge­rin zuge­las­sen war und wel­ches sie durch Dienst­wa­gen­ver­trag vom 7. Janu­ar 2005 ihrem Mit­ar­bei­ter Herrn M… zur dienst­li­chen und pri­va­ten Nut­zung über­las­sen hat­te, war am 10. April 2009 in Hohen­bucko auf der B 87, Höhe Kalka, Orts­ein­gang aus Rich­tung Schlie­ben die zuläs­si­ge Höchst­ge­schwin­dig­keit um 28 km/h über­schrit­ten wor­den, ohne dass der Tat­zeit­fahr­zeug­füh­rer ermit­telt wur­de. Die hier­ge­gen erho­be­ne Anfech­tungs­kla­ge hat das Ver­wal­tungs­ge­richt durch das ange­foch­te­ne Urteil als unbe­grün­det abge­wie­sen.

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Der hier­ge­gen gerich­te­te form- und frist­ge­recht gestell­te, auf die Zulas­sungs­grün­de der ernst­li­chen Rich­tig­keits­zwei­fel (§ 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) und der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung der Rechts­sa­che (§ 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO) gestütz­te Beru­fungs­zu­las­sungs­an­trag ist unbe­grün­det.

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1. Die gel­tend gemach­ten ernst­li­chen Rich­tig­keits­zwei­fel gemäß § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO lie­gen nicht vor. Der Ein­wand der Klä­ge­rin, die Vor­aus­set­zun­gen für die Anord­nung eines Fahr­ten­buchs gemäß § 31 a Abs. 1 StVZO lägen nicht vor, weil sie im Hin­blick auf den mit ihrem Mit­ar­bei­ter abge­schlos­se­nen Dienst­wa­gen­ver­trag nicht Hal­te­rin des Fahr­zeugs sei, jeden­falls ihre Inan­spruch­nah­me anstel­le der ihres Mit­ar­bei­ters unver­hält­nis­mä­ßig sei, stellt die Rich­tig­keit des Urteils nicht schlüs­sig in Fra­ge (vgl. zum Maß­stab ernst­li­cher Rich­tig­keits­zwei­fel: BVerfG, Beschluss vom 23. Juni 2000 — 1 BvR 830/00 — NVwZ 2000, 1163; Beschluss vom 3. März 2004 — 1 BvR 461/03 — BVerfGE 110, 77). Die Klä­ge­rin ist — wie sie selbst, frei­lich unter Redu­zie­rung auf die “for­mel­le” Sei­te, nicht ver­kennt — Hal­ter des betref­fen­den Fahr­zeu­ges. Denn es ist auf sie zuge­las­sen, von ihr ver­si­chert und sie trägt nach dem mit ihrem Mit­ar­bei­ter abge­schlos­se­nen Dienst­wa­gen­ver­trag auch grund­sätz­lich die Betriebs- und Unter­hal­tungs­kos­ten. Die Klä­ge­rin hat auch die Ver­fü­gungs­ge­walt über das Fahr­zeug inne. Soweit ihr Mit­ar­bei­ter das Fahr­zeug beruf­lich nach Wei­sung der Klä­ge­rin nutzt, ver­mit­telt er ihr unmit­tel­bar — wie bei einem rei­nen Geschäfts­fahr­zeug — die Ver­fü­gungs­ge­walt; im Bereich der pri­va­ten Nut­zung, gege­be­nen­falls auch durch Ange­hö­ri­ge, besteht jeden­falls ein Besitz­mitt­lungs­ver­hält­nis durch den Dienst­wa­gen­ver­trag. Das recht­fer­tigt die Beur­tei­lung, dass die Klä­ge­rin jeden­falls auch und unab­hän­gig davon, ob ihr Mit­ar­bei­ter dane­ben eben­falls die Merk­ma­le der Hal­ter­ei­gen­schaft erfüllt, Hal­ter des Fahr­zeu­ges ist. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung ist Hal­ter im Sin­ne der stra­ßen­ver­kehrs­recht­li­chen Vor­schrif­ten, wer ein Kraft­fahr­zeug für eige­ne Rech­nung benutzt und die Ver­fü­gungs­ge­walt inne­hat, die ein sol­cher Gebrauch vor­aus­setzt (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 1983 — VI ZR 108/81 -, BGHZ 87, 133; BVerwG, Urtei­le vom 16. Febru­ar 1968 — VII C 155.66 -, BVerw­GE 29, 136, und vom 20. Febru­ar 1987 — 7 C 14/84 — , Buch­holz 442.16 § 23 StVZO Nr. 3). Ein Fahr­zeug für eige­ne Rech­nung in Gebrauch hat der­je­ni­ge, der die Nut­zun­gen aus der Ver­wen­dung zieht und die Kos­ten dafür bestrei­tet. Die recht­lich vor­aus­ge­setz­te Ver­fü­gungs­ge­walt übt der­je­ni­ge aus, der Ziel und Zeit sei­ner Fahr­ten selbst bestim­men kann (vgl. Bay­O­bLG, Beschluss vom 23. April 1976 — 2 Ob OWi 43/76-, DAR 1976, 219). Ent­schei­dend ist dabei nicht das Rechts­ver­hält­nis bzw. die Eigen­tü­mer­stel­lung am Fahr­zeug, viel­mehr ist eine wirt­schaft­li­che Betrach­tungs­wei­se ange­bracht, bei der es vor allem auf die Inten­si­tät der tat­säch­li­chen Bezie­hun­gen zum Betrieb des Fahr­zeugs ankommt (vgl. BGH, Urteil vom 22. März 1983, a.a.O.). Aller­dings kann die Fra­ge, wer Eigen­tü­mer des Fahr­zeugs ist und auf wes­sen Namen es zuge­las­sen und haft­pflicht­ver­si­chert ist, wich­ti­ge, wenn auch nicht allein ent­schei­den­de Anhalts­punk­te dafür erge­ben, wer Hal­ter des Fahr­zeugs ist (Bay­O­bLG, Beschluss vom 20. Febru­ar 1980 — 1 Ob OWi 96/80 -, VRS 58, 462); das Fahr­zeug­re­gis­ter dient, wie sich aus § 32 Abs. 2 StVG ergibt, nicht zuletzt dem Zweck, jeder­zeit schnell und zuver­läs­sig Aus­kunft über das Fahr­zeug und sei­nen Hal­ter zu geben. Dies schließt frei­lich nicht aus, dass nach­träg­lich infol­ge einer Ände­rung der tat­säch­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se die Hal­ter­ei­gen­schaft vom Zulas­sungs­in­ha­ber auf einen ande­ren Ver­ant­wort­li­chen über­ge­hen kann. Es kön­nen auch meh­re­re Per­so­nen zugleich Hal­ter sein (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Febru­ar 1987, a.a.O.; BGH, Urteil vom 29. Mai 1954 — VI ZR 111/53 -, BGHZ 13, 351).

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Bei der Nut­zung von Dienst­fahr­zeu­gen durch einen Arbeit­neh­mer auch zu pri­va­ten Zwe­cken wird nach der Recht­spre­chung (OLG Düs­sel­dorf, Urteil vom 18. Sep­tem­ber 1974 — 15 U 68/73 -, VersR 1976, 1049; OLG Zwei­brü­cken, Urteil vom 23. Febru­ar 1966 — Ss 7/66 -, NJW 1966, S. 2024; OLG Hamm, Urteil vom 12. März 1959 — 2 Ss 1449/58 -, VRS 17, 382) für das Merk­mal des “Betriebs auf eige­ne Rech­nung” danach dif­fe­ren­ziert, ob der Arbeit­ge­ber, auf den das Fahr­zeug zuge­las­sen ist, oder aber der Mit­ar­bei­ter die Kos­ten für die pri­va­te Nut­zung zu tra­gen hat, wobei eine gerin­ge Kos­ten­be­tei­li­gung des Mit­ar­bei­ters bei Pri­vat­fahr­ten der Hal­ter­ei­gen­schaft des Arbeit­ge­bers nicht ent­ge­gen­steht (OLG Düs­sel­dorf, a.a.O.). Hin­sicht­lich der tat­säch­li­chen Ver­fü­gungs­ge­walt ist es nicht erfor­der­lich, dass die­se in jedem Augen­blick tat­säch­lich aus­ge­übt wer­den kann. Sie ist auch dann vor­han­den, wenn der Arbeit­ge­ber einem Arbeit­neh­mer den Gebrauch des Fahr­zeugs über­lässt und wenn er wäh­rend des­sen Fahr­ten nicht die Mög­lich­keit hat, auf Fahr­zeug und Fah­rer ein­zu­wir­ken, sofern er wirt­schaft­lich in ers­ter Linie an dem Fahr­zeug­ge­brauch im Hin­blick auf eine mit dem Arbeits­ver­hält­nis in Zusam­men­hang ste­hen­de Moto­ri­sie­rung des Mit­ar­bei­ters inter­es­siert ist und bleibt und über gewis­se Ein­wir­kungs­mög­lich­kei­ten durch Wei­sungs­be­fug­nis hin­sicht­lich des Fahr­zeug­ge­brauchs ver­fügt. Die vor­lie­gen­de Aus­ge­stal­tung der Dienst­wa­gen­ver­ein­ba­rung lässt danach nur die Bewer­tung zu, dass die Klä­ge­rin die Hal­ter­ei­gen­schaft nicht ver­lo­ren hat. Dass der Mit­ar­bei­ter die ihm und den in sei­nem Haus­halt leben­den Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen durch den Dienst­ver­trag gestat­te­te unbe­schränk­te pri­va­te Nut­zung des Dienst­wa­gens als geld­wer­ten Vor­teil bzw. Teil der Ent­loh­nung zu ver­steu­ern (§ 8 des Dienst­wa­gen­ver­tra­ges) hat und gemäß § 1 der Ergän­zungs­ver­ein­ba­rung zu dem Dienst­wa­gen­ver­trag vom 4. Dezem­ber 2006 die vom Her­stel­ler vor­ge­schrie­be­nen regel­mä­ßi­gen War­tun­gen durch­zu­füh­ren hat, ändert dar­an nichts, zumal hin­sicht­lich der War­tungs­ver­pflich­tung eine Kos­ten­tra­gungs­re­ge­lung nicht getrof­fen ist, was ent­ge­gen der Ansicht der Klä­ge­rin dazu führt, dass sie auch inso­weit die Kos­ten für das Fahr­zeug tra­gen muss.

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Die Inan­spruch­nah­me der Klä­ge­rin ist ange­sichts der Aus­ge­stal­tung des Dienst­wa­gen­ver­tra­ges auch nicht unver­hält­nis­mä­ßig.

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Ohne Erfolg macht die Klä­ge­rin gel­tend, sie hät­te alle ihr zur Ver­fü­gung ste­hen­den Anga­ben zu dem Ver­kehrs­ver­stoß gemacht, indem sie den Zeu­gen­fra­ge­bo­gen direkt an ihren Mit­ar­bei­ter wei­ter­ge­lei­tet habe, der ihn aus­ge­füllt zurück­ge­sandt habe. Auch wenn näm­lich hier­nach von der Klä­ge­rin wei­te­re Bei­trä­ge zur Ermitt­lung des Tat­zeit­fah­rers nicht ver­langt bzw. erwar­tet wer­den konn­ten, muss sich die Klä­ge­rin die Nicht­mit­wir­kung ihres Mit­ar­bei­ters, der von sei­nem Aus­sa­ge- bzw. Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht Gebrauch gemacht hat, zurech­nen las­sen. Denn die Klä­ge­rin hat durch die Über­las­sung des Kraft­fahr­zeugs an ihren Mit­ar­bei­ter unter den dar­ge­stell­ten Bedin­gun­gen ein Risi­ko in der eige­nen Sphä­re eröff­net, dass durch den Mit­ar­bei­ter bzw. des­sen Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge Ver­kehrs­ver­stö­ße began­gen wer­den, und bleibt des­halb unab­hän­gig von der mög­li­chen Hal­ter­ei­gen­schaft auch des Mit­ar­bei­ters inso­weit nach außen gegen­über ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern bzw. den Behör­den ver­ant­wort­lich. Die Klä­ge­rin hat sich dies­be­züg­lich auch in dem Dienst­wa­gen­ver­trag abge­si­chert, weil der Dienst­wa­gen­neh­mer gemäß § 5 Nr. 1 des Ver­tra­ges u.a. ver­pflich­tet wird, die stra­ßen­ver­kehrs­recht­li­chen Vor­schrif­ten zu beach­ten. Dazu gehört auch die Beach­tung der Oblie­gen­hei­ten eines Fahr­zeug­hal­ters, soweit sie — wie hier — den Mit­ar­bei­ter kraft sei­ner unmit­tel­ba­ren Ver­fü­gungs­ge­walt über das Fahr­zeug tref­fen. In der Fol­ge muss die Klä­ge­rin die Kon­se­quen­zen, die sich aus Ver­trags­ver­let­zun­gen des Dienst­wa­gen­neh­mers erge­ben, im Ver­hält­nis zur Behör­de tra­gen. Dass der Mit­ar­bei­ter hier die­sen Oblie­gen­hei­ten nach dem Maß­stab eines aus­kunfts­wil­li­gen Hal­ters nicht nach­ge­kom­men ist, hat das Ver­wal­tungs­ge­richt unter Hin­weis auf die Zeug­nis­ver­wei­ge­rung zutref­fend fest­ge­stellt.

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Der Fahr­ten­buch­auf­la­ge ste­hen ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Klä­ge­rin auch kei­ne unzu­rei­chen­den Ermitt­lun­gen der Buß­geld­be­hör­de ent­ge­gen. Aus § 31 a StVZO kann näm­lich nicht die Pflicht der Poli­zei, bestimm­te Ermitt­lungs­mit­tel anzu­wen­den, ent­nom­men wer­den, son­dern nur der all­ge­mein gel­ten­de Grund­satz, dass die Poli­zei in sach­ge­rech­tem und ratio­nel­lem Ein­satz der ihr zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel nach pflicht­ge­mä­ßem Ermes­sen die Maß­nah­men zu tref­fen hat, die in gleich lie­gen­den Fäl­len erfah­rungs­ge­mäß zum Erfolg füh­ren (BVerwG, Urteil vom 13. Okto­ber 1978 — 7 C 77.74 -, Buch­holz 442. 16 § 31 a StVZO Nr. 5 S. 3 [9]). Wenn sol­che Maß­nah­men ergrif­fen wur­den, aber erfolg­los geblie­ben sind, ist die Fest­stel­lung des Fahr­zeug­füh­rers im hier in Rede ste­hen­den Sin­ne unmög­lich. Lehnt der Fahr­zeug­hal­ter die Mit­wir­kung an der Auf­klä­rung des Ver­kehrs­ver­sto­ßes ab, so ist es der Poli­zei regel­mä­ßig nicht zuzu­mu­ten, wahl­los zeit­rau­ben­de, kaum Aus­sicht auf Erfolg bie­ten­de Ermitt­lun­gen zu betrei­ben, etwa Ein­zel­er­mitt­lun­gen im Fami­li­en- und Bekann­ten­kreis des Fahr­zeug­hal­ters durch­zu­füh­ren (BVerwG, Urteil vom 17. Dezem­ber 1982 — 7 C 3.80 -, Buch­holz, a.a.O., Nr. 12 S. 5 [6, 7]; Beschluss vom 21. Okto­ber 197 — 7 B 162.87 — Buch­holz, a.a.O., Nr. 18 S. 2 [3]).

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Nach alle­dem war die Ent­schei­dung des Beklag­ten, der Klä­ge­rin als Hal­te­rin des Kraft­fahr­zeugs ein Fahr­ten­buch auf­zu­er­le­gen, auch nicht ermes­sens­feh­ler­haft. Die Klä­ge­rin ist im Fahr­zeug­re­gis­ter als Hal­te­rin ein­ge­tra­gen, wes­halb es sach­ge­recht und prak­ti­ka­bel war, ihr — gleich­sam im Außen­ver­hält­nis — die Füh­rung eines Fahr­ten­bu­ches auf­zu­ge­ben. Der Beklag­te brauch­te sich nicht dar­auf ver­wei­sen las­sen, den Mit­ar­bei­ter der Klä­ge­rin als poten­ti­el­len Fahr­zeug­hal­ter zum Adres­sa­ten der Fahr­ten­buch­an­ord­nung zu bestim­men. Sofern die Klä­ge­rin gel­tend macht, sie habe in der Regel kei­nen Ein­blick in die Nut­zung durch die zum Haus­halt gehö­ren­den Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen und kön­ne die Füh­rung des Fahr­ten­buchs nicht kon­trol­lie­ren, ändert dies nichts; es betrifft viel­mehr allein Fra­gen des Innen­ver­hält­nis­ses zwi­schen der Klä­ge­rin als Arbeit­ge­ber und ihrem Mit­ar­bei­ter als Arbeit­neh­mer. Dies gilt auch für die Fra­ge, inwie­weit sich die Klä­ge­rin für die durch die Fahr­ten­buch­an­ord­nung ange­fal­le­nen Ver­wal­tungs­ge­büh­ren schad­los hal­ten kann; die Gebüh­ren­last als sol­che folgt indes­sen aus ihrer Eigen­schaft als Hal­ter des Fahr­zeu­ges und ist zumut­bar.

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2. Die Rechts­sa­che hat auch kei­ne grund­sätz­li­che Bedeu­tung nach § 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO. Die­se liegt vor, wenn das Zulas­sungs­vor­brin­gen eine recht­li­che oder tat­säch­li­che Fra­ge auf­wirft, die für die Ent­schei­dung des Beru­fungs­ge­richts ent­schei­dungs­er­heb­lich ist und im Inter­es­se der Rechts­ein­heit einer Klä­rung in einem Beru­fungs­ver­fah­ren bedarf. Hin­sicht­lich der von der Klä­ge­rin auf­ge­wor­fe­nen Fra­ge der Hal­ter­ei­gen­schaft besteht im Hin­blick auf die zitier­te Recht­spre­chung und die vor­ste­hen­den Aus­füh­run­gen des Senats kein wei­ter­ge­hen­der Klä­rungs­be­darf; gefor­dert war inso­weit nur die Anwen­dung der auf­ge­stell­ten Grund­sät­ze unter Berück­sich­ti­gung des zwi­schen der Klä­ge­rin und ihrem Mit­ar­bei­ter abge­schlos­se­nen Dienst­wa­gen­ver­tra­ges, des­sen indi­vi­du­el­le Aus­ge­stal­tung für die Fra­ge der Hal­ter­ei­gen­schaft kei­ne ver­all­ge­mei­ne­rungs­fä­hi­gen Aus­sa­gen ermög­licht.

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Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Die Streit­wert­fest­set­zung beruht auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1 GKG.

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Die­ser Beschluss ist unan­fecht­bar (§ 152 Abs. 1 VwGO, § 68 Abs. 1 Satz 5 i.V.m. § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG).

Gericht: Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg 1. Senat
Ent­schei­dungs­da­tum: 30.06.2010
Akten­zei­chen: OVG 1 N 42.10
Doku­ment­typ: Beschluss

Infor­ma­tio­nen:

  • Ver­öf­fent­licht: 30.06.2010