Die Staats­an­walt­schaft muss sich die Nicht­ein­hal­tung der gebo­te­nen Sorg­falt der in der Geschäfts­stel­le täti­gen Jus­tiz­an­ge­stell­ten bei Über­sen­dung der Beru­fung mit Fax zurech­nen las­sen, zumal wenn es sich um eine…

Mit­ar­bei­te­rin han­delt, die — wenn auch als Ver­tre­te­rin oder Beauf­trag­te von Vor­ge­setz­ten oder auf deren Anord­nung — mit einer gewis­sen Selb­stän­dig­keit inner­halb ihres Wir­kungs­be­reichs auf die Sache ein­wir­kend für die Behör­de agiert, gleich­viel ob ent­schei­dend oder vor­be­rei­tend. Adres­siert die­se Jus­tiz­an­ge­stell­te eine Beru­fungs­schrift ver­se­hent­lich an eine fal­sche Behör­de und geht des­halb die Beru­fung der Staats­an­walt­schaft zu spät beim zustän­di­gen Gericht ein, kann der Staats­an­walt­schaft kei­ne Wie­der­ein­set­zung in die ver­säum­te Beru­fungs­frist gewährt wer­den.

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