Gelingt es einem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten infol­ge einer tech­ni­schen Stö­rung des Emp­fangs­ge­räts des Gerichts nicht, einen frist­wah­ren­den Schrift­satz per Tele­fax zu über­mit­teln, kann es ihm zumut­bar sein, aus einer all­ge­mein zugäng­li­chen, ihm zur Ver­fü­gung ste­hen­den Quel­le eine wei­te­re Tele­fax­num­mer des Gerichts in Erfah­rung zu brin­gen. Nutzt er dazu das Inter­net, muss er über den Auf­ruf der Inter­net­start­sei­te des Gerichts oder, wenn dort kei­ne Tele­fax­num­mer ange­ge­ben ist, einer von dort leicht zugäng­li­chen Inter­net­sei­te, auf wel­cher deut­lich erkenn­bar die Kon­takt­da­ten des Gerichts für den Tele­fax­ver­kehr mit Rechts­su­chen­den hin­ter­legt sind, hin­aus kei­nen Ver­such unter­neh­men, um über die Inter­net­sei­ten des Gerichts eine wei­te­re Tele­fax­num­mer zu ermit­teln (Anschluss an BGH, Beschluss vom 26. Janu­ar 2017 — I ZB 43/16, NJWRR 2017, 629 Rn. 18).

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