ZPO § 233 B, C, Ff

Im Wie­der­ein­set­zungs­ver­fah­ren kann sich der Beru­fungs­füh­rer nur dann mit Erfolg auf sein Ver­trau­en in die Gewäh­rung der bean­trag­ten Frist­ver­län­ge­rung beru­fen, wenn die­se mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit erwar­tet wer­den konn­te (im Anschluss an BGH, Beschlüs­se vom 18. Juli 2007 — IV ZR 132/06, Fam­RZ 2007, 1808 Rn. 5; vom 9. Juli 2009 — VII ZB 111/08, NJW 2009, 3100 Rn. 8; jeweils mwN). Dies wie­der­um ist bei einem ers­ten Antrag auf Ver­län­ge­rung der Beru­fungs­be­grün­dungs­frist dann der Fall, wenn die­ser auf erheb­li­che Grün­de im Sin­ne des § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO gestützt wird (im Anschluss an BGH, Beschlüs­se vom 18. Juli 2007 — IV ZR 132/06, aaO; vom 15. August 2007 — XII ZB 82/07, NJWRR 2008, 76 Rn. 10; vom 16. Okto­ber 2007 — VI ZB 65/06, NJW-RR 2008, 367 Rn. 9; vom 9. Juli 2009 — VII ZB 111/08, aaO; vom 26. Janu­ar 2017 — IX ZB 34/16, juris Rn. 10; jeweils mwN).

ZPO § 520 Abs. 2 Satz 3

a) An die Dar­le­gung eines erheb­li­chen Grun­des für die Not­wen­dig­keit der Frist­ver­län­ge­rung dür­fen bei einem ers­ten Antrag auf Ver­län­ge­rung der Beru­fungs­be­grün­dungs­frist kei­ne hohen Anfor­de­run­gen gestellt wer­den. Daher reicht der blo­ße Hin­weis auf eine Arbeits­über­las­tung zur Fest­stel­lung eines erheb­li­chen Grun­des im Sin­ne des § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO aus, ohne dass es einer wei­te­ren Sub­stan­ti­ie­rung bedarf (im Anschluss an BVerfG, NJW 2001, 812, 813; NJW 2007, 3342; BGH, Beschlüs­se vom 16. März 2010 — VI ZB 46/09, NJW 2010, 1610 Rn. 9; vom 10. Juni 2010 — V ZB 42/10, NJW-RR 2011, 285 Rn. 8; vom 12. Novem­ber 2013 — VI ZB 4/13, NJW 2014, 700 Rn. 15; jeweils mwN).

b) Unter Umstän­den kann auch eine kon­klu­den­te Dar­le­gung der für eine Frist­ver­län­ge­rung erfor­der­li­chen Vor­aus­set­zun­gen (hier: Arbeits­über­las­tung) aus­rei­chend sein (Fort­füh­rung von BGH, Beschluss vom 12. April 2006 — XII ZB 74/05, NJW 2006, 2192 Rn. 10).

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