a) Die Anwen­dung von § 524 Abs. 2 Satz 3 ZPO setzt nicht vor­aus, dass sich die tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­se, die der Anschluss­be­ru­fung zugrun­de lie­gen, seit der letz­ten münd­li­chen Ver­hand­lung ers­ter Instanz oder sogar seit Ablauf der gesetz­li­chen Aus­schluss­frist des § 524 Abs. 2 Satz 2 ZPO geän­dert haben (Anschluss BGH, Urteil vom 28. Janu­ar 2009 — XII ZR 119/07 Rn. 22ff.).

b) Ist eine Anschluss­be­ru­fung hin­sicht­lich der mit ihr gel­tend gemach­ten künf­tig fäl­lig wer­den­den wie­der­keh­ren­den Leis­tun­gen gemäß § 524 Abs. 2 Satz 3 ZPO nicht ver­fris­tet, kann sie auch inso­weit nicht wegen Ver­fris­tung als unzu­läs­sig ver­wor­fen wer­den, als mit ihr zusätz­lich Rück­stän­de für die Ver­gan­gen­heit gel­tend gemacht wer­den.

Infor­ma­tio­nen: