a) Die Beru­fungs­be­grün­dung hat, wenn sie die Ver­let­zung des Anspruchs auf recht­li­ches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) rügt, gemäß § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO zur Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit des Ver­fah­rens­feh­lers dar­zu­le­gen, was bei Gewäh­rung des recht­li­chen Gehörs vor­ge­tra­gen wor­den wäre und dass nicht aus­zu­schlie­ßen ist, dass die­ser Vor­trag zu einer ande­ren Ent­schei­dung des Erst­ge­richts geführt hät­te. Die­ser Dar­le­gung bedarf es nur dann nicht, wenn die Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit der Ver­let­zung des Anspruchs auf recht­li­ches Gehör unmit­tel­bar und zwei­fels­frei aus dem bis­he­ri­gen Pro­zess­stoff ersicht­lich ist

b) Die­se Grund­sät­ze gel­ten auch für die Rüge des Ver­sto­ßes gegen § 285 Abs. 1 ZPO. Eine auf die Ver­let­zung von § 285 Abs. 1 ZPO gestütz­te Beru­fungs­be­grün­dung muss regel­mä­ßig dar­le­gen, was die beru­fungs­füh­ren­de Par­tei im Rah­men einer Ver­hand­lung zum Ergeb­nis der Beweis­auf­nah­me vor­ge­tra­gen hät­te und dass nicht aus­zu­schlie­ßen ist, dass die­ser Vor­trag zu einer ande­ren Beweis­wür­di­gung des erst­in­stanz­li­chen Gerichts geführt hät­te.

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