Die für die Anwen­dung des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO erfor­der­li­che Vor­aus­set­zung, dass die Rechts­an­sicht des Gerichts des ers­ten Rechts­zugs den Sach­vor­tag der Par­tei mit…

(vdvka)  Die für die Anwen­dung des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO erfor­der­li­che Vor­aus­set­zung, dass die Rechts­an­sicht des Gerichts des ers­ten Rechts­zugs den Sach­vor­tag der Par­tei mit beein­flusst hat, ist (schon) dann erfüllt, wenn die­ses die Par­tei durch sei­ne Pro­zess­lei­tung oder sei­ne erkenn­ba­re recht­li­che Beur­tei­lung des Streit­ver­hält­nis­ses davon abge­hal­ten hat, zu bestimm­ten Gesichts­punk­ten (wei­ter) vor­zu­tra­gen (im Anschluss an BGH, Urtei­le vom 19. Febru­ar 2004 — III ZR 147/03, WM 2004, 2213 mwN; vom 30. Juni 2006 — V ZR 148/05, NJW-RR 2006, 1292).

Hier­für genügt es, dass das erst­in­stanz­li­che Gericht durch das Unter­las­sen von Hin­wei­sen den Ein­druck erweckt, wei­te­rer Vor­trag sei aus sei­ner Sicht nicht erfor­der­lich (im Anschluss an BGH, Urtei­le vom 14. Okto­ber 2004 — VII ZR 180/03, NJW-RR 2005, 213; vom 30. Juni 2006 — V ZR 148/05, NJW-RR 2006, 1292; Beschluss vom 22. Febru­ar 2007 — III ZR 114/06, NJW-RR 2007, 774).

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