a) Wen­det sich der Beru­fungs­füh­rer gegen eine ihm nach­tei­li­ge Beweis­wür­di­gung des erst­in­stanz­li­chen Gerichts, so genügt er den Anfor­de­run­gen an die Zuläs­sig­keit sei­ner Beru­fung, wenn er deut­lich macht, dass und…

aus wel­chen Grün­den er die Beweis­wür­di­gung für unrich­tig hält. Eine noch wei­ter gehen­de Aus­ein­an­der­set­zung mit der (Beweis-)Würdigung durch das Erst­ge­richt ist grund­sätz­lich nicht erfor­der­lich. Es kommt inso­weit auch nicht dar­auf an, ob die Beru­fungs­be­grün­dung inhalt­lich schlüs­sig ist und begrün­de­ten Anlass für eine erneu­te und vom Erst­ge­richt abwei­chen­de Wür­di­gung (Fest­stel­lung) gibt. b) Ergibt sich die Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit eines Rechts­ver­sto­ßes oder einer bean­stan­de­ten Tat­sa­chen­fest­stel­lung unmit­tel­bar aus dem Pro­zess­stoff, so bedarf sie kei­ner geson­der­ten Dar­le­gung in der Beru­fungs­be­grün­dung.

Infor­ma­tio­nen: