a) Ver­schul­dens­maß­stab im Rah­men des § 233 ZPO ist nicht die äußers­te oder größt­mög­li­che Sorg­falt, son­dern die von einem ordent­li­chen Rechts­an­walt zu for­dern­de übli­che Sorgfalt.b) Der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te einer Par­tei…

, der einen falsch adres­sier­ten Schrift­satz unter­schrie­ben, sei­nen Irr­tum dann aber bemerkt hat, genügt regel­mä­ßig die­ser übli­chen Sorg­falt, wenn er eine sonst zuver­läs­si­ge Kanz­lei­kraft damit beauf­tragt, einen kor­ri­gier­ten Schrift­satz zu erstel­len, die­sen ihm zur Unter­schrift vor­zu­le­gen und den ursprüng­li­chen Schrift­satz zu ver­nich­ten, und er den kor­ri­gier­ten Schrift­satz dann auch tat­säch­lich unter­schreibt; der eigen­hän­di­gen Ver­nich­tung oder eigen­hän­di­ger Durch­strei­chun­gen des ursprüng­li­chen Schrift­sat­zes bedarf es dann nicht.c) Eine Ent­schei­dung des Rechts­be­schwer­de­ge­richts in der Sache über einen Wie­der­ein­set­zungs­an­trag kommt nach § 577 Abs. 5 ZPO nur in Betracht, wenn aus dem ange­foch­te­nen, die Wie­der­ein­set­zung ver­sa­gen­den Beschluss mit hin­rei­chen­der Sicher­heit ent­nom­men wer­den kann, dass der dem Wie­der­ein­set­zungs­an­trag zugrun­de­lie­gen­de Sach­ver­halt für glaub­haft erach­tet und nicht nur unter­stellt und für uner­heb­lich gehal­ten wur­de.

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