a) Für die gemäß § 522 Abs. 1 Satz 1 ZPO von Amts wegen zu tref­fen­den Fest­stel­lun­gen, ob die Beru­fungs­be­grün­dungs­frist ein­ge­hal­ten ist, gel­ten die Regeln des Frei­be­wei­ses. Das gilt…

auch für den zuläs­si­gen Gegen­be­weis der Unrich­tig­keit einer Datums­an­ga­be in einem Emp­fangs­be­kennt­nis über die Zustel­lung der voll-streck­ba­ren Aus­fer­ti­gung eines erst­in­stanz­li­chen Urteils. b) Trägt der Beru­fungs­füh­rer unter ent­spre­chen­der eides­statt­li­cher Ver­si­che­rung sei­nes Anwalts vor, die Aus­fer­ti­gung des erst­in­stanz­li­chen Urteils sei die­sem erst einen Tag nach dem im Emp­fangs­be­kennt­nis durch hand­schrift­lich ein­ge­füg­tes Datum bezeich­ne­ten Tag zuge­stellt wor­den, muss das Beru­fungs­ge­richt auch ohne einen aus­drück­li­chen Beweis­an­tritt des Beru­fungs­füh­rers in aller Regel den Anwalt als Zeu­gen hier­zu ver­neh­men, wenn es die eides­statt­li­che Ver­si­che­rung nicht für aus­rei­chend erach­tet (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 11. Novem­ber 2009 — XII ZB 174/08, NJW-RR 2010, 217).

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