Beschluss des BGH vom 22.06.2011, ver­öf­fent­licht am 05.09.2011 — I ZB 77/10 a) Für die Fra­ge, ob das Fern­blei­ben einer Par­tei, deren per­sön­li­ches Erschei­nen im Ter­min nach § 141…

(vdvka)  Beschluss des BGH vom 22.06.2011, ver­öf­fent­licht am 05.09.2011 — I ZB 77/10

a) Für die Fra­ge, ob das Fern­blei­ben einer Par­tei, deren per­sön­li­ches Erschei­nen im Ter­min nach § 141 ZPO ange­ord­net ist, genü­gend ent­schul­digt ist, kommt es nicht auf ein Ver­schul­den ihres Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten an; die Vor­schrift des § 85 Abs. 2 ZPO fin­det inso­weit kei­ne Anwen­dung.

b) Da ein Ord­nungs­geld nur fest­ge­setzt wer­den kann, wenn das unent­schul­dig­te Aus­blei­ben einer Par­tei die Sach­auf­klä­rung erschwert und dadurch den Pro­zess ver­zö­gert, schei­det die Ver­hän­gung eines Ord­nungs­gel­des nach § 141 Abs. 3 Satz 1, § 381 ZPO aus, falls eine güt­li­che Bei­le­gung der Aus­ein­an­der­set­zung schei­tert und die Erle­di­gung des Rechts­streits eine Beweis­auf­nah­me in einem geson­der­ten Ter­min erfor­dert.

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