1. Ein Ver­tei­di­ger­wech­sel auf Antrag des Ange­klag­ten kann auch zwi­schen den Instan­zen ohne wich­ti­gen Grund nur erfol­gen, wenn der bis­he­ri­ge Pflicht­ver­tei­di­ger damit ein­ver­stan­den ist, die Bei­ord­nung des neu­en Ver­tei­di­gers…

kei­ne Ver­fah­rens­ver­zö­ge­rung zur Fol­ge hat und die ent­ste­hen­den Mehr­kos­ten vom Ange­klag­ten als Vor­schuss gezahlt werden.2. Wird die Bestel­lung des bis­he­ri­gen Ver­tei­di­gers auf­ge­ho­ben und ein ande­rer Ver­tei­di­ger bei­ge­ord­net, so ent­ste­hen die Ansprü­che auf die Grund­ge­bühr gemäß Nr. 4100 VV RVG und den Aus­la­gen­er­satz gem. Nrn. 7000 ff VV RVG auch für den neu bestell­ten Ver­tei­di­ger. Ein Ver­zicht des Ver­tei­di­gers auf die­se Ansprü­che ist gem. § 49b Abs. 1 Satz 1 BRAO nicht zuläs­sig.

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