Ein will­kür­li­ches Abbrem­sen aus hoher Geschwin­dig­keit, um den nach­fol­gen­den Kraft­fahr­zeug­füh­rer zu einer schar­fen Brem­sung oder Voll­brem­sung zu zwin­gen, kann einen gefähr­li­chen Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr durch Hin­der­nis­be­rei­ten im Sin­ne des § 315 b Abs. 1 Nr. 2 StGB dar­stel­len.
Die Vor­schrift des § 315 b Abs. 1 StGB setzt in der Regel einen von außen in den Stra­ßen­ver­kehr hin­ein-wir­ken­den ver­kehrs­frem­den Ein­griff vor­aus. Eine Anwen­dung der Vor­schrift bei Hand­lun­gen im flie­ßen­den Ver­kehr kommt nur dann in Betracht, wenn es sich um einen ver­kehrs­wid­ri­gen Innen­ein­griff han­delt, d.h. der Täter als Ver­kehrs­teil­neh­mer einen Ver­kehrs­vor­gang zu einem Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr per­ver-tiert. Hier­für muss zu einem bewusst zweck­wid­ri­gen Ein­satz eines Fahr­zeugs in ver­kehrs­wid­ri­ger Absicht hin­zu­kom­men, dass es mit min­des­tens beding­tem Schä­di­gungs­vor­satz (z.B. als Waf­fe oder Scha­dens-werk­zeug) miss­braucht wird.
Die­se Grund­sät­ze gel­ten für alle Tat­be­stands­va­ri­an­ten des § 315 b Abs. 1 StGB.

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