1. § 1 Abs. 1 und 2 StVO ent­hal­ten Grund­re­geln, die auch für den Ver­kehr auf nicht­öf­fent­li­chen Flä­chen Bedeu­tung haben. Das Vor­sichts- und Rück­sicht­nah­me­ge­bot sowie das Ver­bot, ande­re zu…

schä­di­gen, zu gefähr­den, ver­meid­bar zu behin­dern oder zu beläs­ti­gen, kön­nen bei der Beur­tei­lung der Fra­ge, inwie­weit jeder der Unfall­be­tei­lig­ten zum kon­kre­ten Unfall­ge­sche­hen bei­ge­tra­gen hat, nicht unbe­rück­sich­tigt blei­ben. Glei­ches gilt für den Rechts­ge­dan­ken, dass der­je­ni­ge, der die Sorg­falt außer Acht lässt, die in der kon­kre­ten Situa­ti­on erfor­der­lich erscheint, um sich selbst vor Scha­den zu bewah­ren, den Ver­lust oder die Kür­zung sei­nes Scha­dens­er­satz­an­spru­ches hin­neh­men muss. 2. Bei der Pflicht, hin­zu­schau­en, wo man sich hin­be­wegt, han­delt es sich um ein ele­men­ta­res Gebot sozia­len Mit­ein­an­ders, das auch außer­halb des Stra­ßen­ver­kehrs­rechts — bei­spiels­wei­se auf einem Bau­stel­len­ge­län­de — gilt (im Anschluss an KG VersR 2005, 135). Die mit dem Rück­wärts­fah­ren oder auch nur Rück­wärts­rol­len­las­sen eines gro­ßen Rad­la­ders ver­bun­de­ne Gefahr ist gene­rell so bedeu­tend, dass ihr nur mit einer hin­rei­chen­den Beob­ach­tung des rück­wär­ti­gen Rau­mes wirk­sam begeg­net wer­den kann.

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