1. Nach Ände­rung des § 7 Abs. 2 StVG durch das Zwei­te Gesetz zur Ände­rung scha­dens­er­satz­recht­li­cher Vor­schrif­ten ist bei Ver­kehrs­un­fäl­len mit Betei­li­gung von Kraft­fahr­zeu­gen und erwach­se­nen, nicht hilfs­be­dürf­ti­gen Rad­fah­rern…

ein voll­stän­di­ger Haf­tungs­aus­schluss nur noch in beson­de­ren Ein­zel­fäl­len mög­lich, ins­be­son­de­re dann, wenn der ein­fa­chen Betriebs­ge­fahr des Kraft­fahr­zeug­hal­ters ein grob ver­kehrs­wid­ri­ges Ver­hal­ten des Rad­fah­rers gegenübersteht.2. Gro­bes Fehl­ver­hal­ten in die­sem Sin­ne ist z. B. ohne wei­te­res gege­ben, wenn ein war­te­pflich­ti­ger Rad­fah­rer blind­lings und ohne Halt aus einem Feld­weg auf eine Land­stra­ße ein­biegt (Bestä­ti­gung des Senats­urt. v. 24.04.2012 — 4 U 131/11–40-, NJW 2012, 3245 ff.).

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