1. Ste­hen sich in der Abwä­gung der Mit­ver­schul­dens­an­tei­le die ein­fa­che Betriebs­ge­fahr des unfall­ver­ur­sa­chen­den PKWs und das ein­fach fahr­läs­si­ge Ver­schul­den eines erst 12 Jah­re alten Rad­fah­rers gegen­über, besteht im Regel­fall…

kein Anlass, die Haf­tung des Hal­ters auf eine Quo­te von weni­ger als 50 Pro­zent zu beschränken.2. Hat die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de die zuläs­si­ge Geschwin­dig­keit auf 70 km/h beschränkt und den Ver­kehr zugleich durch Auf­stel­len eines Zusatz­schil­des vor “gefähr­li­chen Ein­mün­dun­gen” gewarnt, so ver­hält sich der Ver­kehr schon dann ver­kehrs­ge­recht, wenn er dem Stra­ßen­ver­lauf und den erkenn­ba­ren Ein­mün­dun­gen eine grö­ße­re Auf­merk­sam­keit wid­met. Ohne kon­kre­te Anhalts­punk­te auf eine sich abzeich­nen­de Gefah­ren­si­tua­ti­on ist der Fah­rer nicht gehal­ten, sei­ne Geschwin­dig­keit allei­ne mit Blick auf das Zusatz­schild deut­lich unter die vor­ge­schrie­be­ne, beschränk­te Geschwin­dig­keit her­ab­zu­set­zen.

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