Die Tat­sa­chen­ge­rich­te sind befugt, zur Vor­be­rei­tung einer even­tu­el­len Umdeu­tung eines feh­ler­haf­ten Ver­wal­tungs­akts, durch den einem Fahr­erlaub­nis­in­ha­ber das Recht aberkannt wur­de, von einer in einem ande­ren EU-Mit­glied­staat erwor­be­nen Fahr­erlaub­nis im…

Bun­des­ge­biet Gebrauch zu machen, in einen die Nicht­gel­tung der Fahr­erlaub­nis fest­stel­len­den Bescheid Nach­for­schun­gen der Behör­den des Aus­stell­er­mit­glied­staa­tes zu ver­an­las­sen, um bestehen­de Zwei­fel an der Begrün­dung eines ordent­li­chen Wohn­sit­zes in dem Aus­stell­er­mit­glied­staat abzu­klä­ren, und — sofern sich eine Miss­ach­tung des gemein­schafts­recht­li­chen Wohn­sit­zer­for­der­nis­ses her­aus­stellt — berech­tigt, die Umdeu­tung vor­zu­neh­men und die gegen den feh­ler­haf­ten Ver­wal­tungs­akt gerich­te­te Kla­ge auf die­ser Grund­la­ge abzuweisen.Eine als E-Mail elek­tro­nisch über­mit­tel­te Aus­kunft ist nur unter den Vor­aus­set­zun­gen der §§ 371 a Abs. 2 Satz 1, 416 a ZPO zur Beweis­füh­rung geeig­net. Nach §§ 371 a Abs. 2 Satz 2, 437 ZPO hat ein Aus­druck der E-Mail die Ver­mu­tung der Echt­heit nur für sich, wenn das elek­tro­ni­sche Doku­ment mit einer qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Signa­tur nach Maß­ga­be des § 2 Nr. 3 SignG ver­se­hen ist.

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