1. Das Ober­lan­des­ge­richt ist für die Ent­schei­dung über eine Beschwer­de, die sich gegen die Streit­wert­fest­set­zung durch das Land­ge­richt als Beru­fungs­ge­richt rich­tet, als “nächst höhe­res” Gericht im Sin­ne von §…

68 Abs. 1 Satz 4 GKG in Ver­bin­dung mit § 66 Abs. 3 Satz 2 GKG zustän­dig, obwohl das Ober­lan­des­ge­richt im Instan­zen­zug in der Haupt­sa­che nicht zur Ent­schei­dung befugt wäre.2. Im Ver­kehrs­un­fall­haft­pflicht­pro­zess sind die neben ande­ren Scha­dens­po­si­tio­nen ein­ge­klag­ten Kos­ten eines vor­pro­zes­su­al ein­ge­hol­ten Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens und die Unkos­ten­pau­scha­le regel­mä­ßig kei­ne Neben­for­de­run­gen, die bei der Berech­nung des Streit­werts und der Beschwer außer Betracht blei­ben (im Anschluss an BGH NJW 2007, 1752). 3. Ande­rer­seits wir­ken vor­pro­zes­su­al oder gar pro­zess­be­glei­tend auf­ge­wen­de­te Kos­ten zur Durch­set­zung des im lau­fen­den Ver­fah­ren gel­tend gemach­ten Haupt­an­spruchs nicht wert­er­hö­hend unab­hän­gig davon, ob die­se Kos­ten der Haupt­for­de­rung hin­zu­ge­rech­net wer­den oder neben der im Kla­ge­we­ge gel­tend gemach­ten Haupt­for­de­rung Gegen­stand eines eige­nen Antrags sind (vgl. BGH NJW 2007, 3289).

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