a) Die Vor­schrift des § 9 Abs. 5 StVO ist auf Park­plät­zen ohne ein­deu­ti­gen Stra­ßen­cha­rak­ter nicht unmit­tel­bar anwend­bar. Mit­tel­ba­re Bedeu­tung erlangt sie aber über § 1 StVO.

b) Ent­spre­chend der Wer­tung des § 9 Abs. 5 StVO muss sich auch der­je­ni­ge, der auf einem Park­platz rück­wärts­fährt, so ver­hal­ten, dass er sein Fahr­zeug not­falls sofort anhal­ten kann.

c) Kol­li­diert der Rück­wärts­fah­ren­de mit einem ande­ren Fahr­zeug, so kön­nen zuguns­ten des­je­ni­gen, der sich auf ein unfall­ur­säch­li­ches Ver­schul­den des Rück­wärts­fah­ren­den beruft, die Grund­sät­ze des Anscheins­be­wei­ses zur An-wen­dung kom­men. Steht fest, dass sich die Kol­li­si­on beim Rück­wärts­fah­ren ereig­ne­te, der Rück­wärts­fah­ren­de zum Kol­li­si­ons­zeit­punkt selbst also noch nicht stand, so spricht auch bei Park­plat­zun­fäl­len ein all­ge­mei­ner Erfah­rungs­satz dafür, dass der Rück­wärts­fah­ren­de der dar­ge­stell­ten Sorg­falts­pflicht nicht nach­ge­kom­men ist und den Unfall dadurch (mit)verursacht hat.

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