Weder der Grund­satz des fai­ren Ver­fah­rens, noch das Prin­zip der Waf­fen­gleich­heit füh­ren zur Annah­me einer Selbst­ver­tei­di­gungs­un­fä­hig­keit i. S. v. § 140 Abs. 2 StPO allein auf­grund des Umstan­des, dass…

ein Mit­an­ge­klag­ter über einen Ver­tei­di­ger verfügt.Vielmehr ist stets eine Ein­zel­fall­prü­fung vor­zu­neh­men, die in Fäl­len tat­säch­li­cher gegen­sei­ti­ger Belas­tung von ver­tei­dig­ten und unver­tei­dig­ten Mit­an­ge­klag­ten zur Not­wen­dig­keit einer Ver­tei­di­ger­be­stel­lung füh­ren kann, sofern die Kennt­nis des Akten­in­halts zur Ver­tei­di­gung von ent­schei­den­der Bedeu­tung ist.

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