Beschluss des OLG Stutt­gart vom 05.07..2011, ver­öf­fent­licht am 29.09.2011 — 10 U 38/11 Der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te der Beru­fungs­füh­re­rin muss neben der Rechts­an­walts­fach­an­ge­stell­ten in sei­ner Kanz­lei auch sei­nen Ver­tre­ter über einen…

(vdvka)  Beschluss des OLG Stutt­gart vom 05.07..2011, ver­öf­fent­licht am 29.09.2011 — 10 U 38/11

Der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te der Beru­fungs­füh­re­rin muss neben der Rechts­an­walts­fach­an­ge­stell­ten in sei­ner Kanz­lei auch sei­nen Ver­tre­ter über einen spon­tan an die­sem Tag genom­me­nen Urlaub infor­mie­ren und auf den Ablauf der Beru­fungs­be­grün­dungs­frist am glei­chen Tag hin­wei­sen. Der Ver­tre­ter muss in die­sem Fall durch einen Blick in den Fris­ten­ka­len­der der Kanz­lei oder in den Kalen­der des Pro­zess­be­voll­mäch­ti­gen der Beru­fungs­füh­re­rin prü­fen, ob an die­sem Urlaubs­tag eine Frist abläuft — hier die in bei­den Kalen­dern ein­ge­tra­ge­ne Beru­fungs­be­grün­dungs­frist. Ansons­ten ver­säu­men der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te der Beru­fungs­füh­re­rin und sein Ver­tre­ter schuld­haft die Beru­fungs­be­grün­dungs­frist gemäß § 233 ZPO. Sie dür­fen sich nicht dar­auf ver­las­sen, dass die Rechts­an­walts­fach­an­ge­stell­te gemäß einer all­ge­mei­nen Anwei­sung im Hin­blick auf die ein­ge­tra­ge­ne Frist selbst­stän­dig die Pro­zess­ak­te dem Ver­tre­ter vor­legt.

Infor­ma­tio­nen: