1. Nimmt der Neben­klä­ger­ver­tre­ter in einem Ver­fah­ren, in dem meh­re­re selb­stän­di­ge pro­zes­sua­le Taten ver­han­delt wer­den, die nicht alle zum Anschluss als Neben­klä­ger berech­ti­gen, an sämt­li­chen Haupt­ver­hand­lungs­ta­gen teil, so sind…

die dadurch ent­stan­de­nen Ter­mins­ge­büh­ren auch hin­sicht­lich der­je­ni­gen Ver­hand­lungs­ta­ge, an denen das Neben­kla­ge­de­likt nicht Gegen­stand der Haupt­ver­hand­lung war, als not­wen­di­ge Aus­la­gen erstat­tungs­fä­hig, wenn die Taten einen inne­ren Zusam­men­hang auf­wei­sen, der es nicht aus­ge­schlos­sen erschei­nen lässt, dass die Inter­es­sen des Neben­klä­gers auch in den ihn nicht unmit­tel­bar betref­fen­den Ver­hand­lungs­ab­schnit­ten tan­giert werden.2. Bei Rah­men­ter­mins­ge­büh­ren kann die Bestim­mung der Mit­tel­ge­bühr trotz einer unter­durch­schnitt­li­chen Dau­er der Haupt­ver­hand­lung vor dem Schwur­ge­richt von weni­ger als einer Stun­de noch der Bil­lig­keit ent­spre­chen, wenn der gerin­ge Umfang der anwalt­li­chen Tätig­keit durch die über­durch­schnitt­li­che Rele­vanz der übri­gen Bemes­sungs­kri­te­ri­en des § 14 Abs. 1 RVG kom­pen­siert wird.

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