1. Ob der finan­zi­ell über­for­der­te Ehe­gat­te eine blo­ße Mit­haf­tung über­nimmt oder ein eige­nes Inter­es­se an der Kre­dit­auf­nah­me hat und dar­um als ech­ter Dar­le­hens­neh­mer anzu­se­hen ist, beur­teilt sich zwar aus­schließ­lich…

nach den für die finan­zie­ren­de Bank erkenn­ba­ren Ver­hält­nis­sen auf Sei­ten des mit­ver­pflich­te­ten Ehe­gat­ten. Fal­sche Anga­ben des Dar­le­hens­neh­mers sind dar­um aber nicht geeig­net, das objek­tiv feh­len­de Eigen­in­ter­es­se sei­nes Ehe­gat­ten zu ersetzen.2. Wird das Dar­le­hen zur Ablö­sung einer Kraft­fahr­zeug­fi­nan­zie­rung ver­wen­det, an wel­cher der mit­ver­pflich­te­te Ehe­gat­te bis dahin nicht betei­ligt war, so ergibt sich ein — die Annah­me einer blo­ßen Mit­haf­tung aus­schlie­ßen­des oder die Ver­mu­tung der Sit­ten­wid­rig­keit ent­kräf­ten­des — Eigen­in­ter­es­se des mit­ver­pflich­te­ten Ehe­gat­ten nicht schon dar­aus, dass das Fahr­zeug wei­ter­hin für die gemein­sa­men Bedürf­nis­se der Fami­lie genutzt wer­den soll (Abgren­zung zu BGH, NJW-RR 2004, 924; Abwei­chung von OLG Köln, OLGR 2004, 385 und OLG Koblenz, WM 2005, 693).

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