1. Es erscheint sach­ge­recht, die nach einem Ver­kehrs­un­fall als Nor­mal­ta­rif zu erstat­ten­den Miet­wa­gen­kos­ten nach dem arith­me­ti­schen Mit­tel­wert aus Schwa­cke Lis­te und Fraun­ho­fer Tabel­le zu schät­zen. 2. Ein pau­scha­ler…

(vdvka)  1. Es erscheint sach­ge­recht, die nach einem Ver­kehrs­un­fall als Nor­mal­ta­rif zu erstat­ten­den Miet­wa­gen­kos­ten nach dem arith­me­ti­schen Mit­tel­wert aus Schwa­cke Lis­te und Fraun­ho­fer Tabel­le zu schät­zen.
2. Ein pau­scha­ler pro­zen­tua­ler Auf­schlag auf den so ermit­tel­ten Nor­mal­ta­rif ist jeden­falls dann nicht gerecht­fer­tigt, wenn bei der Anmie­tung weder eine unfall­be­ding­te Not oder Eil­si­tua­ti­on vor­lag noch der Geschä­dig­te nach­ge­wie­sen hat, dass er nicht über eine Kre­dit­kar­te oder sonst aus­rei­chen­de finan­zi­el­le Mit­tel zur Vor­fi­nan­zie­rung der Anmie­tung ver­füg­te.
3. Wenn im Rechts­streit vor­ge­leg­te Ver­gleichs­an­ge­bo­te ande­rer Ver­mie­ter mit der tat­säch­li­chen Anmiet­si­tua­ti­on nicht ver­gleich­bar sind, ist kein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten zur Ermitt­lung der auf den kon­kre­ten Fall bezo­ge­nen Markt­si­tua­ti­on ein­zu­ho­len.
4. In Rech­nung gestell­te Zusatz­kos­ten für Win­ter­rei­fen sind im Win­ter­halb­jahr erstat­tungs­fä­hig.
5. Zu den wei­te­ren Berech­nungs­pa­ra­me­tern bei der Ermitt­lung des Nor­mal­ta­rifs (u. a.: Fahr­zeug­klas­se, Abrech­nungs­ein­heit, wei­te­re Neben­leis­tun­gen).

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