Aus­zug aus der Urteilsbegründung:Ohne Erfolg wen­det sich die Beru­fung gegen die Höhe der zuge­spro­che­nen Mietwagenkosten.12a) Die Schwa­cke-Lis­te ist vor­lie­gend auch nach Über­zeu­gung der Kam­mer als Schät­zungs­grund­la­ge her­an­zu­zie­hen. Die dage­gen…

vor­ge­brach­ten Argu­men­te ver­mö­gen nicht zu über­zeu­gen. 13aa) Grund­sätz­lich kann der Geschä­dig­te gemäß § 249 Abs. 2 BGB als Her­stel­lungs­auf­wand Ersatz der Miet­wa­gen­kos­ten ver­lan­gen, die ein ver­stän­di­ger, wirt­schaft­lich ver­nünf­tig den­ken­der Mensch in sei­ner Lage für zweck­mä­ßig und not­wen­dig hal­ten darf; im Rah­men des ihm Zumut­ba­ren hat er den wirt­schaft­li­che­ren Weg der Scha­dens­be­he­bung zu wäh­len (vgl. etwa BGH, NJW 2011, 1947). Die­se Scha­dens­hö­he kann nach § 287 ZPO geschätzt wer­den. Der Bun­des­ge­richts­hof hat inso­weit auch schon viel­fach ent­schei­den, dass die Schwa­cke-Erhe­bung trotz der breit dis­ku­tier­ten Schwach­punk­te als Schät­zungs­grund­la­ge grund­sätz­lich geeig­net ist (etwa NJW-RR 2010, 1251; NJW-RR 2011, 1109). Dar­aus folgt, dass sich allein dar­aus, dass etwa die Erhe­bun­gen des Fraun­ho­fer Insti­tuts für Arbeits­wirt­schaft und Orga­ni­sa­ti­on zu teils ande­ren Ergeb­nis­sen gelangt, durch­grei­fen­de Zwei­fel an der Nutz­bar­keit der Schwa­cke-Lis­te nicht erge­ben. Die Kam­mer folgt mit der Anwen­dung der Schwa­cke-Lis­te der inzwi­schen ein­heit­li­chen Recht­spre­chung des Ober­lan­des­ge­richts Köln und sieht dabei aus Grün­den der Ein­heit­lich­keit der Recht­spre­chung mitt­ler­wei­le auch von einer Mit­tel­wert­bil­dung mit den Wer­ten des Fraun­ho­fer-Insti­tuts ab (anders noch Urt. der Kam­mer v. 12.05.2010, Az. 13 S 276/09, bei Juris). 14bb) Die Eig­nung von Lis­ten und Tabel­len, die grund­sätz­lich bei der Scha­dens­schät­zung Ver­wen­dung fin­den kön­nen, bedarf aller­dings der Klä­rung, wenn mit kon­kre­ten Tat­sa­chen auf­ge­zeigt wird, dass gel­tend gemach­te Män­gel der Schät­zungs­grund­la­ge sich auf den zu ent­schei­den­den Fall in erheb­li­chem Umfang aus­wir­ken. Inso­weit hat der Bun­des­ge­richts­hof z.B. in sei­nen Urtei­len vom 18.05.2010 (NJW-RR 2010, 1251), vom 22.02.2011 (NJW-RR 2011, 823) und vom 17.05.2011 (NJW-RR 2011, 1109) aus­ge­führt, dass eine nähe­re Befas­sung mit dem ent­spre­chen­den Vor­trag dann gebo­ten sei, wenn Män­gel des Miet­preis­spie­gels dadurch auf­ge­zeigt wer­den sol­len, dass kon­kre­ter Sach­vor­trag geleis­tet wird, wonach der Geschä­dig­te ein ver­gleich­ba­res Fahr­zeug für den Miet­zeit­raum erheb­lich güns­ti­ger hät­te anmie­ten kön­nen. 15cc) Sol­che ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Män­gel der Schwa­cke-Lis­te hat die Beklag­te hier jedoch nicht auf­ge­zeigt:

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