a) Ein Ver­trag über die Lie­fe­rung und den Ein­bau einer seri­en­mä­ßig her­ge­stell­ten LPG-Auto­gas­an­la­ge ist als Werk­ver­trag — nicht als Kauf­ver­trag mit Mon­ta­ge­ver­pflich­tung — anzu­se­hen. b) Ist es dem…

(vdvka)  a) Ein Ver­trag über die Lie­fe­rung und den Ein­bau einer seri­en­mä­ßig her­ge­stell­ten LPG-Auto­gas­an­la­ge ist als Werk­ver­trag — nicht als Kauf­ver­trag mit Mon­ta­ge­ver­pflich­tung — anzu­se­hen.
b) Ist es dem Kun­den infol­ge eines Man­gels der Auto­gas­an­la­ge nicht mög­lich, sein Fahr-zeug im Gas­be­trieb zu nut­zen, kann er gemäß § 281 Abs. 1 BGB ver­lan­gen so gestellt zu wer­den, als wäre ein Gas­be­trieb mög­lich und damit die vom Kun­den ange­streb­te Erspar­nis an Treib­stoff­kos­ten zu erzie­len gewe­sen.
c) Ist der Kun­de vom Ver­trag zurück­ge­tre­ten und macht er zusätz­lich den Scha­dens­er­satz statt der Leis­tung gemäß § 281 Abs. 1 BGB gel­tend (§ 325 BGB), muss er sich bei der Scha­dens­be­rech­nung die rück­tritts­be­dingt erspar­te Gegen­leis­tung anrech­nen las­sen. Ein ersatz­fä­hi­ger Scha­den liegt damit regel­mä­ßig nicht vor, solan­ge die Erspar­nis an Treib­stoff­kos­ten die Höhe des Ent­gelts für die Lie­fe­rung und den Ein­bau der Auto­gas­an­la­ge noch nicht erreicht hat.

Infor­ma­tio­nen: