1. Es stellt eine vor­sätz­li­che Benach­tei­li­gung nach § 133 Abs. 1 InsO dar, wenn der bereits zah­lungs­un­fä­hi­ge Schuld­ner einen Rechts­an­walt mit der Ein­zie­hung von Außen­stän­den beauf­tragt und ihn anweist, ein­ge­hen­de Beträ­ge direkt vom Rechts­an­walts-Ander­kon­to an aus­ge­wähl­te Gläu­bi­ger auszuzahlen.(Rn.13)
2. Der als ande­rer Teil nach §§ 133 Abs. 1, 143 Abs. 2 InsO der Haf­tung unter­lie­gen­de Rechts­an­walt kann sich nicht auf die Ent­rei­che­rung infol­ge der Aus­zah­lung an Gläu­bi­ger beru­fen, wenn er Kennt­nis vom Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gungs­vor­satz des Schuld­ners hat­te. Ein Rechts­an­walt, der den For­de­rungs­ein­zug über­nom­men hat, stellt nicht ledig­lich eine Zahl­stel­le im Sinn des Urteils des BGH vom 26. April 2012, IX ZR 74/11, BGHZ 193, 129 dar.(Rn.24)(Rn.37)

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