1. Im Fall der unwirk­sa­men Zustel­lung des Buß­geld­be­schei­des an den Ver­tei­di­ger wird Hei­lung nach § 51 Abs. 1 Satz 1 OWiG i.V.m. § 8 VwZG NW durch den tat­säch­li­chen Zugang des Buß­geld­be­schei­des bei dem Betrof­fe­nen bewirkt.

2. Der Senat neigt in die­sem Zusam­men­hang im Übri­gen der Auf­fas­sung zu, dass durch die Ein­sicht­nah­me des Ver­tei­di­gers in die Buß­geld­ak­te, in der sich der zuzu­stel­len­de Buß­geld­be­scheid befin­det, ein tat­säch­li­cher oder nach­weis­ba­rer Zugang i.S.d. Hei­lungs­vor­schrif­ten bewirkt wer­den kann, sofern zuvor ein auf eine förm­li­che Zustel­lung gerich­te­ter Zustel­lungs­wil­le doku­men­tiert ist.

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