1. Die Geschwin­dig­keits­mes­sung mit dem Ein­sei­ten­sen­sor ES3.0 erfüllt die Anfor­de­run­gen an ein sog. stan­dar­di­sier­tes Mess­ver­fah­ren. Der Bau­art­zu­las­sung durch die Phy­si­ka­lisch-Tech­ni­sche Bun­des­an­stalt (PTB) kommt dabei die Funk­ti­on eines anti­zi­pier­ten Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens zu, mit dem die gene­rel­le Zuver­läs­sig­keit und Geeig­ne­t­heit des Mess­ge­räts ver­bind­lich fest­ge­stellt ist.

2. Eine nähe­re tatrich­ter­li­che Über­prü­fung des Mess­wer­tes durch Ein­ho­lung eines Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens ist nur dann erfor­der­lich, wenn im Ein­zel­fall kon­kre­te Zwei­fel an der Funk­ti­ons­tüch­tig­keit oder sach­ge­rech­ten Hand­ha­bung des Mess­ge­räts und des­halb an der Rich­tig­keit des Mess­ergeb­nis­ses bestehen.

3. Die Ent­schei­dung des Amts­ge­richts Mei­ßen vom 29.05.2015 (Az. 13 OWi 703 Js 21114/14) begrün­det für das Tat­ge­richt kei­nen Anlass, das Geschwin­dig­keits­mess­ge­rät ES3.0 sach­ver­stän­dig unter­su­chen zu las­sen.

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