a) Ein Gehörs­ver­stoß liegt vor, wenn der Tatrich­ter Angriffs- oder Ver­tei­di­gungs­mit­tel einer Par­tei in offen­kun­dig feh­ler­haf­ter Anwen­dung einer Prä­k­lu­si­ons­vor­schrift zu Unrecht für aus­ge­schlos­sen erach­tet (Fort­füh­rung Senats­be­schluss vom 31. Mai 2016 — VI ZR 305/15, NJW 2016, 3785 Rn. 11).

b) Hat das Gericht eine Frist zur Stel­lung­nah­me zum Gut­ach­ten gemäß § 411 Abs. 4 Satz 2 ZPO gesetzt, so kann nach Frist­ab­lauf ein­ge­hen­der Par­tei­vor­trag, der sich nicht auf die im Gut­ach­ten behan­del­te Beweis­fra­ge bezieht, nicht nach § 296 Abs. 1 ZPO als ver­spä­tet zurück­ge­wie­sen wer­den.

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