a) Für die Fra­ge, ob die Ladung eines Sach­ver­stän­di­gen zur münd­li­chen Erläu­te­rung des von ihm erstat­te­ten Gut­ach­tens gebo­ten ist, kommt es nicht dar­auf an, ob das Gericht noch Erläu­te­rungs­be­darf sieht oder ob ein sol­cher von einer Par­tei nach­voll­zieh­bar dar­ge­tan wor­den ist. Jede Par­tei hat einen Anspruch dar­auf, dass sie dem Sach­ver­stän­di­gen die Fra­gen, die sie zur Auf­klä­rung der Sache für erfor­der­lich hält, zur münd­li­chen Beant­wor­tung vor­le­gen kann (§§ 397, 402 ZPO)

b) Hat das Erst­ge­richt einem recht­zei­tig gestell­ten Antrag auf Ladung eines Sach­ver­stän­di­gen zur münd­li­chen Erläu­te­rung sei­nes schrift­li­chen Gut­ach­tens nicht ent­spro­chen, so muss das Beru­fungs­ge­richt dem im zwei­ten Rechts­zug wie­der­hol­ten Antrag statt­ge­ben

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