1. Der Rechts­an­walt, der die Berech­nung und Notie­rung von Fris­ten einer zuver­läs­si­gen Büro­kraft über­trägt, muss zwar immer dann, wenn ihm die Hand­ak­te vor­ge­legt wird, die rich­ti­ge Berech­nung und Notie­rung…

kon­trol­lie­ren. Er darf sich jedoch auf die Kon­trol­le der Ver­mer­ke auf der Hand­ak­te beschrän­ken und muss nicht die ent­spre­chen­de Ein­tra­gung im Fris­ten­ka­len­der überprüfen.2. Eine man­gel­haf­te Büro­or­ga­ni­sa­ti­on liegt dann vor, wenn eine Anord­nung fehlt, Vor­fris­ten für Rechts­mit­tel­be­grün­dungs­fris­ten zu notieren.3. Ist in der Hand­ak­te kei­ne Vor­frist ver­merkt und merkt und kor­ri­giert der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te, dem die Akten vor­ge­legt wer­den, dies nicht, so kommt Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand nicht in Betracht.4. Fehlt dem Wie­der­ein­set­zungs­ge­such in einem sol­chen Fall Vor­trag zu den Vor­fris­ten, so erlaubt dies den Schluss auf das Feh­len gebo­te­ner orga­ni­sa­to­ri­scher Maß­nah­men, ohne dass das Gericht auf die­sen von ihm gezo­ge­nen Schluss vor­her hin­wei­sen muss.

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