Allein der Umstand, dass bei der spä­te­ren Regu­lie­rung durch den Kas­ko­ver­si­che­rer auch ein Quo­ten­vor­recht des Geschä­dig­ten zu berück­sich­ti­gen sein kann, reicht nicht aus, um aus der maß­geb­li­chen Sicht des Geschä­dig­ten die Erfor­der­lich­keit der anwalt­li­chen Ver­tre­tung schon bei der ers­ten Kon­takt­auf­nah­me mit sei­nem Kas­ko­ver­si­che­rer zu begrün­den (Fort­füh­rung von Senat, Urtei­le vom 18. Janu­ar 2005 — VI ZR 73/04; 10. Janu­ar 2006 — VI ZR 43/05 und 8. Mai 2012 — VI ZR 196/11).

Wird in einem sol­chen Fall eine Ver­tre­tung durch einen Rechts­an­walt im spä­te­ren Ver­lauf erfor­der­lich, führt die zu frü­he Ein­schal­tung des Rechts­an­walts -für sich genom­men — nicht not­wen­dig zu einem voll­stän­di­gen Aus­schluss des gemäß § 287 ZPO frei zu schät­zen­den Scha­dens wegen der Rechts­ver­fol­gungs­kos­ten.

Im Fal­le einer quo­ten­mä­ßi­gen Haf­tung des Schä­di­gers sind die­sem Rechts­ver­fol­gungs­kos­ten, die dadurch ent­ste­hen, dass der Geschä­dig­te sei­nen Kas­ko­ver­si­che­rer nur im Hin­blick auf den ihm selbst ver­blei­ben­den Scha­dens­teil in Anspruch nimmt, nicht zuzu­rech­nen.

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