a) Ob eine Kür­zung der Alters­ren­te wegen des Bezugs der vor­ge­zo­ge­nen Alters­ren­te nach § 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a SGB VI auch dann gerecht-fer­tigt ist, wenn in einem Haft­pflicht­scha­dens­fall der Schä­di­ger oder des­sen Haft­pflicht­ver­si­che­rer den nach §§ 116 und 119 SGB X regres­sie­ren­den Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger durch Erstat­tung der jewei­li­gen Ren­ten­zah­lun­gen und Zah­lung der ent­gan­ge­nen Pflicht­bei­trä­ge wirt­schaft­lich so stellt, als sei der Ver­si­cher­te bis zum Errei­chen der Regel­al­ters­ren­te erwerbs­tä­tig gewe-sen, ist eine sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­che Vor­fra­ge, die im Hin­blick auf den Rechts­ge­dan­ken des § 118 SGB X im sozi­al­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren zu ent­schei­den ist.

b) Ein nach § 249 BGB ersatz­pflich­ti­ger Ren­ten­kür­zungs­scha­den des Geschä­dig­ten könn­te in einem sol­chen Fall nicht ver­neint wer­den, wenn die­ser nach­so­zi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Grund­sät­zen gleich­wohl eine Kür­zung sei­ner Alters­ren­te hin­neh­men müss­te.

c) Dass der Geschä­dig­te einen ent­spre­chen­den Ren­ten­ab­schlag durch Zah­lung von zusätz­li­chen Bei­trä­gen in Form eines Ein­mal­be­tra­ges im Sin­ne des § 187a Abs. 2 SGB VI hät­te ver­mei­den kön­nen, begrün­det — man­gels Vor­lie­gens der Vor­aus­set­zun­gen — weder nach § 116 SGB X noch nach § 119 SGB X einen Über­gang die­ses (höchst­per­sön­li­chen) Gestal­tungs­rechts des Ver­si­cher­ten auf den Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger.

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