a) Haben die Ver­trags­par­tei­en in einem Kauf­ver­trag über ein gebrauch­tes Kraft­fahr­zeug neben einem Gewähr­leis­tungs­aus­schluss zusätz­lich aus­drück­lich die Rechts­män­gel­frei­heit der Kauf­s­a­che zum Gegen­stand ihrer Ver­ein­ba­rung gemacht, gilt der Haf­tungs­aus­schluss nicht für Rechts­män­gel gemäß § 435 BGB, son­dern aus­schließ­lich für Sach­män­gel gemäß § 434 BGB (Fort­füh­rung von BGH, Urtei­le vom 29. Novem­ber 2006 — VIII ZR 92/06, BGHZ 170, 86 Rn. 30; vom 19. Dezem­ber 2012 — VIII ZR 117/12, NJW 2013, 1733, Rn. 15; vom 13. März 2013 — VIII ZR 172/12, NJW 2013, 2749 Rn. 19; vom 6. Novem­ber 2015 — V ZR 78/14, BGHZ 207, 349 Rn. 9; vom 22. April 2016 — V ZR 23/15, NJW 2017, 150 Rn. 14).

b) Die bei Gefahr­über­gang vor­han­de­ne und im Zeit­punkt der Rück­tritts­er­klä­rung fort­be­stehen­de Ein­tra­gung eines Kraft­fahr­zeugs in dem Schen­ge­ner Infor­ma­ti­ons­sys­tem (SIS) zum Zwe­cke der Sicher­stel­lung und Iden­ti­täts­fest­stel­lung ist ein erheb­li­cher Rechts­man­gel, der den Käu­fer zum Rück­tritt vom Kauf­ver­trag berech­tigt (Bestä­ti­gung des Senats­ur­teils vom 18. Janu­ar 2017 — VIII ZR 234/15, juris Rn. 22 ff.).

c) Der Ver­käu­fer eines Kraft­fahr­zeugs ist red­li­cher­wei­se gehal­ten, einen poten­ti­el­len Käu­fer über das Bestehen einer Ein­tra­gung des Fahr­zeugs in dem Schen­ge­ner Infor­ma­ti­ons­sys­tem auf­zu­klä­ren (Bestä­ti­gung des Senats­ur­teils vom 18. Janu­ar 2017 — VIII ZR 234/15, juris Rn. 27).

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