a) Der Schä­di­ger kann den Geschä­dig­ten gemäß § 254 Abs. 2 BGB auf eine güns­ti­ge­re Repa­ra­tur­mög­lich­keit in einer mühe­los und ohne Wei­te­res zugäng­li­chen “frei­en” Fach­werk­statt ver­wei­sen, wenn er dar­legt und beweist, dass eine Repa­ra­tur in die­ser Werk­statt vom Qua­li­täts­stan­dard her der Repa­ra­tur in einer mar­ken­ge­bun­de­nen Werk­statt ent­spricht und wenn er gege­be­nen­falls vom Geschä­dig­ten auf­ge­zeig­te Umstän­de wider­legt, die die­sem eine Repa­ra­tur außer­halb einer mar­ken­ge­bun­de­nen Werk­statt unzu­mut­bar machen wür­den (Senats­ur­tei­le vom 28. April 2015 — VI ZR 267/14, VersR 2015, 861 Rn. 9 f.; vom 15. Juli 2014 — VI ZR 313/13, NJW 2014, 3236 Rn. 8; vom 3. Dezem­ber 2013 — VI ZR 24/13, VersR 2014, 214 Rn. 9; vom 14. Mai 2013 — VI ZR 320/12, NJW 2013, 2817 Rn. 8; vom 13. Juli 2010 — VI ZR 259/09, DAR 2010, 577 Rn. 6 f.; vom 22. Juni 2010 — VI ZR 302/08, NJW 2010, 2727 Rn. 6 f.).

b) Bei Fahr­zeu­gen, die älter sind als drei Jah­re, kann der Ver­weis auf eine tech­nisch gleich­wer­ti­ge Repa­ra­tur­mög­lich­keit in einer “frei­en” Fach­werk­statt ins­be­son­de­re dann unzu­mut­bar sein, wenn der Geschä­dig­te kon­kret dar­legt, dass er sein Fahr­zeug bis­her stets in einer mar­ken­ge­bun­de­nen Fach­werk­statt hat war­ten und repa­rie­ren las­sen und dies vom Schä­di­ger nicht wider­legt wird (Senats­ur­tei­le vom 28. April 2015 — VI ZR 267/14, VersR 2015, 861 Rn. 10; vom 13. Juli 2010 — VI ZR 259/09, DAR 2010, 577 Rn. 8; vom 22. Juni 2010 — VI ZR 302/08, NJW 2010, 2727 Rn. 7 und — VI ZR 337/09, NJW 2010, 2725 Rn. 10).

c) Ist ein über neun Jah­re altes und bei dem Unfall ver­hält­nis­mä­ßig leicht beschä­dig­tes Fahr­zeug zwar stets in einer mar­ken­ge­bun­de­nen Fach­werk­statt repa­riert, dort aber in den letz­ten Jah­ren vor dem Unfall nicht mehr gewar­tet wor­den, ist der Ver­weis auf eine “freie” Fach­werk­statt nicht unzu­mut­bar.

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