1. Es ist im Hin­blick auf das Wirt­schaft­lich­keits­ge­bot des § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB unbe­denk­lich, wenn die für den Geschä­dig­ten han­deln­de Fach­be­hör­de den Auf­trag zur Rei­ni­gung ölver­un­rei­nig­ter Ver­kehrs­flä­chen auf der Grund­la­ge einer Aus­schrei­bung erteilt. In die­sem Fall ist für die Bestim­mung des zur Her­stel­lung erfor­der­li­chen Geld­be­tra­ges im Sin­ne von § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB im kon­kre­ten Scha­dens­fall maß­geb­lich, ob die Fach­be­hör­de im Zeit­punkt der Zuschlags­er­tei­lung in ihrer dama­li­gen spe­zi­el­len Situa­ti­on, d.h. ange­sichts ihrer dama­li­gen Erkennt­nis- und Ein­fluss­mög­lich­kei­ten sowie unter Berück­sich­ti­gung etwai­ger gera­de für sie bestehen­der Schwie­rig­kei­ten, die aus­ge­schrie­be­nen Maß­nah­men zur Scha­dens­be­he­bung für wirt­schaft­lich und den Ange­bots­preis des jewei­li­gen Bie­ters für ange­mes­sen hal­ten durf­te.

2. Die Ent­schei­dung der Fach­be­hör­de, wel­che Leis­tun­gen sie im Zusam­men­hang mit der Besei­ti­gung von Ölver­un­rei­ni­gun­gen auf Ver­kehrs­flä­chen aus­schreibt, ist ange­sichts ihres erheb­li­chen Ent­schei­dungs­spiel­raums hin­sicht­lich der zu tref­fen­den Maß­nah­men nur beschränkt über­prüf­bar. Bei der Ver­ga­be eines Auf­trags auf der Grund­la­ge einer Aus­schrei­bung ist die Band­brei­te künf­ti­ger Scha­dens­fäl­le und deren zuver­läs­si­ge, rasche und voll­stän­di­ge Besei­ti­gung in den Blick zu neh­men.

3. Bezugs­punkt für die Beur­tei­lung der Erfor­der­lich­keit im Sin­ne von § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB im Zeit­punkt der Zuschlags­er­tei­lung ist der jewei­li­ge Ange­botsend­preis für das Gesamt­pa­ket der aus­ge­schrie­be­nen Leis­tun­gen. Damit wird der spe­zi­el­len Situa­ti­on des Auf­trag­ge­bers und sei­nen Ein­fluss­mög­lich­kei­ten im Ver­ga­be­ver­fah­ren Rech­nung getra­gen.

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