a) Wird dem zunächst Ver­kehrs­si­che­rungs­pflich­ti­gen mit­tels einer hoheit­li­chen Maß­nah­me (hier: vor­zei­ti­ge Besitz­ein­wei­sung gemäß § 18f FStrG) die tat­säch­li­che Ver­fü­gungs­ge­walt über ein Grund­stück gegen oder ohne sei­nen Wil­len ent­zo­gen und ver­bleibt bei ihm infol­ge die­ses Ent­zugs nur noch eine rein for­ma­le Rechts­po­si­ti­on im Sin­ne einer ver­mö­gens­recht­li­chen Zuord­nung (Eigen­tum), so reicht dies für die Begrün­dung einer delik­ti­schen Haf­tung für die von dem Grund­stück aus­ge­hen­de Gefahr nicht aus.

b) Es ver­bleibt in sol­chen Fäl­len auch kein Raum für eine redu­zier­te Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht in Form von Über­wa­chungs­pflich­ten.

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