BGB § 855

Bei einem Werk­ver­trag ist der Bestel­ler, der nach erfolg­ter Repa­ra­tur sei­nes Kraft­fahr­zeu­ges eine Pro­be­fahrt vor­nimmt, nicht Besitz­die­ner des Werk­un­ter­neh­mers.

BGB § 854, § 856

a) Jeden­falls dann, wenn eine zur Vor­be­rei­tung der Abnah­me eines repa­rier­ten Kraft­fahr­zeugs durch­ge­führ­te Pro­be­fahrt des Bestel­lers in Anwe­sen­heit des Werk­un­ter­neh­mers oder des­sen Besitz­die­ners statt­fin­det, erlangt der Bestel­ler kei­nen unmit­tel­ba­ren Besitz an dem Fahr­zeug. Viel­mehr bleibt der Werk­un­ter­neh­mer unmit­tel­ba­rer Besit­zer; sein Besitz wird ledig­lich gelo­ckert.

b) Die Über­ga­be eines Schlüs­sels bewirkt nur dann einen Über­gang des Besit­zes an der dazu­ge­hö­ri­gen Sache, wenn der Über­ge­ber die tat­säch­li­che Gewalt an der Sache wil­lent­lich und erkenn­bar auf­ge­ge­ben und der Emp­fän­ger des Schlüs­sels sie in glei­cher Wei­se erlangt hat.

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