a) Eine Rechts­an­walts­so­zie­tät ist auch dann ver­pflich­tet, über die Erfolgs­aus­sich­ten eines von der Man­dan­tin beab­sich­tig­ten Rechts­streits zu beleh­ren, wenn das Man­dat von einer Gesell­schaft mit beschränk­ter Haf­tung erteilt wor­den…

ist, deren Geschäfts­füh­rer und Gesell­schaf­ter selbst Rechts­an­wäl­te und Mit­glie­der der beauf­trag­ten Sozie­tät sind. Auch in die­sem Fall kann ver­mu­tet wer­den, die Man­dan­tin hät­te sich bei pflicht­ge­mä­ßer Beleh­rung bera­tungs­ge­recht ver­hal­ten und wäre dem anwalt­li­chen Rat gefolgt. b) Wird ein Anwalts­ver­trag mit einer Sozie­tät geschlos­sen, der neben Rechts­an­wäl­ten auch Steu­er­be­ra­ter ange­hö­ren, so haf­ten für einen Regress­an­spruch wegen Ver­let­zung anwalt­li­cher Bera­tungs­pflich­ten auch die­je­ni­gen Sozi­en per­sön­lich, die selbst nicht Rechts­an­wäl­te sind.

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