a) Die Kos­ten für die Begut­ach­tung des bei einem Ver­kehrs­un­fall beschä­dig­ten Fahr­zeugs gehö­ren zu den mit dem Scha­den unmit­tel­bar ver­bun­de­nen und gemäß § 249 Abs. 1 BGB aus­zu­glei­chen­den Ver­mö­gens­nach­tei­len, soweit…

die Begut­ach­tung zur Gel­tend­ma­chung des Scha­dens­er­satz­an­spruchs erfor­der­lich und zweck­mä­ßig ist.b) Der Schät­zung der Höhe der erfor­der­li­chen Sach­ver­stän­di­gen­kos­ten nach § 287 Abs. 1 ZPO müs­sen trag­fä­hi­ge Anknüp­fungs­punk­te zugrun­de lie­gen. Sie darf nicht völ­lig abs­trakt erfol­gen, son­dern muss dem jewei­li­gen Ein­zel­fall Rech­nung tragen.c) Die los­ge­löst von den Umstän­den des Ein­zel­falls erfolg­te Beur­tei­lung des Tatrich­ters, die von einem Sach­ver­stän­di­gen zusätz­lich zu einem Grund­ho­no­rar berech­ne­ten Neben­kos­ten sei­en in Rou­ti­ne­fäl­len grund­sätz­lich in Höhe von 100 € erfor­der­lich, wäh­rend sie, soweit sie die­sen Betrag über­stie­gen, erkenn­bar über­höht und des­halb nicht ersatz­fä­hig sei­en, ent­behrt einer hin­rei­chend trag­fä­hi­gen Grund­la­ge.

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