Wird einem Betrof­fe­nen vom Tatrich­ter die Ein­sicht in die Bedie­nungs­an­lei­tung eines Geschwin­dig­keits­mess­ge­räts ver­sagt, ist im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren regel­mä­ßig vor­zu­tra­gen, wel­che Tat­sa­chen sich aus der Bedie­nungs­an­lei­tung hät­ten ablei­ten las­sen und wel­che…

Kon­se­quen­zen sich für die Ver­tei­di­gung hier­aus erge­ben hät­ten (§ 79 Abs. 3 OWiG i. V. m. § 344 Abs. 2 S. 2 StPO).Sofern eine kon­kre­te Benen­nung die­ser Tat­sa­chen man­gels Zugriffs auf die Bedie­nungs­an­lei­tung nicht mög­lich ist, muss sich der Rechts­be­schwer­de­be­grün­dung jeden­falls ent­neh­men las­sen, wel­che Anstren­gun­gen der Ver­tei­di­ger bis zum Ablauf der Frist zur Erhe­bung der Ver­fah­rens­rüge (= Rechts­be­schwer­de­be­grün­dungs­frist) unter­nom­men hat, um sich Ein­sicht in die Bedie­nungs­an­lei­tung zu ver­schaf­fen (Anschluss: OLG Cel­le, Beschluss vom 28.03.2013, 311 SsRs 9/13, juris = ZfSch 2013, 412; OLG Cel­le, Beschluss vom 10.06.2013, 311 SsRs 98/13, juris = ZfSch 2013, 652).

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