Im Rah­men der Abwä­gung gemäß § 9 StVG müs­sen bei der Bewer­tung des Ver­schul­dens eines Kin­des “alters­ge­mä­ße Maß­stä­be” berück­sich­tigt wer­den, so dass das Ver­schul­den eines Kin­des dem eines Erwach­se­nen…

grund­sätz­lich nicht gleich gesetzt wer­den kann, son­dern gerin­ger zu bewer­ten ist.Bei der Unfall­be­tei­li­gung eines Kin­des tritt des­halb die Betriebs­ge­fahr ent­spre­chend ihrem Haf­tungs­zweck nur aus­nahms­wei­se hin­ter dem Ver­schul­den des Kin­des zurück, wenn ein “auch alters­spe­zi­fisch sub­jek­tiv beson­ders vor­werf­ba­rer” Sorg­falts­ver­stoß des Kin­des vor­liegt­Die zum Unfall­zeit­punkt 10 Jah­re und 9 Mona­te alte E befand sich auf dem Rück­weg von einer Thea­ter­vor­stel­lung in einer Grup­pe von Schü­lern. Gemein­sam mit einer Freun­din lös­te sie sich aus die­ser Grup­pe und woll­te die 7,20 m brei­te B.-Straße über­que­ren. Zu die­sem Zweck lief sie zwi­schen im Rück­stau vor einer Ampel ste­hen­den Fahr­zeu­gen auf die 7,20 m brei­te Fahr­bahn und wur­de von dem auf der Gegen­fahr­bahn mit einer Geschwin­dig­keit von 40 — 42 km/h in Gegen­rich­tung fah­ren­den PKW des Beklag­ten 2 erfasst und schwer ver­letzt. Der Beklag­te 2 hat­te zuvor mit sei­nem Fahr­zeug an der eini­ge Meter von der Unfall­stel­le ent­fern­ten Ampel gestan­den.

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