1. Ver­bots­wid­rig an einem Taxen­stand (Zei­chen 229 zu § 41 StVO) par­ken­de Kraft­fahr­zeu­ge kön­nen auf Kos­ten der Hal­ter nur dann abge­schleppt wer­den, wenn nach den Umstän­den nicht zu erwar­ten…

ist, dass Fah­rer oder Hal­ter als­bald zum Fahr­zeug zurück­keh­ren und selbst weg­fah­ren wer­den. Die­se Erwar­tung ist im All­ge­mei­nen erst dann nicht (mehr) begrün­det, wenn seit Fest­stel­lung des ord­nungs­wid­ri­gen Par­kens eine War­te­zeit von min­des­tens 30 Minu­ten ver­gan­gen ist.2. Im Übri­gen Anschluss an die bis­he­ri­ge Recht­spre­chung des frü­he­ren 11. Senats des Hes­si­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs, wonach für das kos­ten­pflich­ti­ge Abschlep­pen von gepark­ten Kraft­fahr­zeu­gen aus abso­lu­ten Halt­ver­bots­zo­nen (Zei­chen 283 zu § 41 StVO; aus­ge­wie­se­ne Ret­tungs­we­ge) kei­ne War­te­zeit ein­zu­hal­ten ist (Hess. VGH, Urteil vom 22. Mai 1990 — 11 UE 2056/89 -), wäh­rend vor der Anord­nung des Abschlep­pens von Kraft­fahr­zeu­gen aus rela­ti­ven Halt- oder Park­ver­bots­zo­nen (Zei­chen 286 zu § 41 StVO und § 13 StVO) eine War­te­zeit von einer Stun­de seit der Fest­stel­lung des ord­nungs­wid­ri­gen Par­kens ein­zu­hal­ten ist (Hess. VGH, Urteil vom 11. Novem­ber 1997 — 11 UE 3450/95 -).

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